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Richie und Andy

Bibel, Christentum, Kirche, Predigt, Psychologie, Talente und Fähigkeiten

Dein Licht nicht unter den Scheffel stellen

„Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berge liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zünde auch nicht ein Licht an und stellt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, dann leuchtet es allen im Haus. So soll auch euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ (Mt 5:14-16) – Predigt am 5. Sonntag im Jahreskreis

Soziale Medien
In den sozialen Medien gilt heute immer öfter der Grundsatz: „Tue Gutes und rede darüber!“ Von Seiten der Kirche wird dagegen immer wieder eingewendet, dass die gute Tat wertlos wird durch das Publizieren, weil eine fragwürdige Intention angenommen wird. „Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut. … Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“ (Mt 6:2) Daher haben wir alle gelernt, zwar das Gute zu tun, jedoch bloß darauf zu achten, dass es niemand mitkriegt. Der Ausspruch Jesu im heutigen Evangelium aus der Bergpredigt, hört sich nun aber fast so an, als würde Jesus doch von uns fordern, dass wir unser Licht auf den Leuchter stellen sollen, damit es alle sehen.

Gott sieht das Verborgene
Ich denke, das Problem liegt in unserer europäischen Denkrichtung, dass wir nicht über unsere Stärken, unsere Talente und Begabungen sprechen dürfen. Das verbinden wir sehr schnell mit Angeberei. Von meinem Praktikum in den Vereinigten Staaten ist mir aus einem Bewerbungsgespräch noch eine Frage in Erinnerung: „Warum sollen wir ausgerechnet Dich für diesen Job nehmen? Was machst Du besser als alle anderen, die diesen Job auch machen wollen?“ – Es war gar nicht so einfach, darauf eine passende Antwort zu finden. Erst nach einigem Nachdenken sind mir dann Fähigkeiten eingefallen, die ich besitze und die ich in diese Arbeit einbringen konnte.

Jede und jeder hat Talente und Fähigkeiten, die als Licht leuchten
Nun gehe ich davon aus, dass jede und jeder einzelne von uns Fähigkeiten und Talente besitzt, die ihn für eine bestimmte Tätigkeit auszeichnen. Machte es nicht Sinn, über diese Frage einmal nachzudenken. Denn nur wenn wir wissen, welches Licht (welche Talente, Fähigkeiten und Begabungen) in uns steckt, können wir es wirklich anzünden und auf den Leuchter stellen, damit es allen Menschen leuchten kann.
Wer einfach nur anzündet nach den Kriterien des gesellschaftlichen Ansehens oder des Verdienstes, den ein Licht (Job) abwirft, ohne darauf zu achten, wo seine Fähigkeiten und Talente liegen, wird schnell merken, dass Ansehen und Geld alleine zwar einen gewissen Wohlstand bedeuten, unsere Seele aber kaum füllen können. Im Extremfall kann steuert man dann sogar ins Burn Out.
Sein Licht zu kennen, um seine Begabungen und Fähigkeiten zu wissen, um sie dann für alle Menschen einsetzen zu können, mag vielleicht auf mittlere und lange Sicht mehr Erfüllung schenken, unsere Seele füllen.
Es geht also darum, dieses Licht durchaus auch zu unseren Mitmenschen zu kommunizieren, nicht um uns gegenüber anderen zu erheben, sondern um die vielen Lichter, die dann leuchten, zu sehen, zu erkennen, welche Fähigkeiten wir als Pfarrgemeinde eigentlich haben. Ich denke, dass wir mit dem Blick auf unser Licht sowohl für uns als Einzelpersonen als auch für uns als Pfarrgemeinde ein erfüllteres und glücklicheres Leben führen können. Das wünsche ich uns allen! Amen.

Andreas Golatz

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