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Richie und Andy

Über mich

Richie und ich

Ich, wer bin ich eigentlich? Ein kleines Sandkorn in den unendlichen Weiten des Universums? Warum gibt es mich? Hat das Alles eigentlich einen Sinn? Manchmal stelle ich mir alle diese Fragen. Doch im Letzten bleibt die Hoffnung, dass mein und dein Leben in einer unsichtbaren Hand geborgen ist, dass es doch mehr geben muss als bloßes Nichts in den Weiten des Universums. Es gibt Tage, an denen diese Hoffnung so klar ist, dass mich nichts daran zweifeln ließe, es gibt aber auch Tage, an denen ich mir diese Hoffnung tausend mal vorsage, und doch bleibt nur Nichts.

Selfie

Als im Frühsommer 2018 dieses Nichts über mehrere Wochen und Monate nicht verschwinden wollte und sich immer tiefer in meine Gedanken, in meine Seele schrieb, da begann ich nicht nur zu zweifeln, sondern stellte alles, wirklich alles in Frage. Bin ich überhaupt mehr als jenes bloße Sandkorn, das heute hier und morgen dorthin geweht wird, das aber im nächsten Moment auch schon wieder vergessen ist? Die durch meinen Beruf verordnete Einsamkeit ist meist in den Sommermonaten besonders schlimm, aber in diesem Jahr sollte sie enden, enden für immer.

Eigentlich wollte ich mich verabschieden, als ich mich dann mit einer guten Freundin zunächst zum Mittagessen traf. Als wir dann so geredet haben, und ich ihr von diesem Nichts und meiner Einsamkeit erzählte, meinte sie nur ich bräuchte ein Haustier, eine Katze oder einen Hund, ein Seelentier. Ich wimmelte ab, ich wollte doch schließlich kein Haustier, um das ich mich dann auch noch kümmern sollte. Aber der Gedanke hat sich irgendwie festgesetzt. Als mich dann einige Tage später jemand aus der Pfarre fragte, ob ich jemand wüsste, der einen jungen Hund sucht, hörte ich mich eigentlich nur „JA, ich!“ sagen. Erschrocken über meinen eigenen Wahnsinn habe ich aber auch gleich wieder begonnen, zurückzurudern. Ich müsse zunächst mit den Menschen reden, mit denen ich zusammenarbeite, bevor ich eine solche Entscheidung treffen konnte.

Richie noch ganz klein (ca. 1 Monat)

Zwei Tage später war ich dann schließlich beim Bauernhof, um mir einen Welpen auszusuchen. Eigentlich ab diesem Tag habe ich ihn jeden Tag besucht. So konnten wir eine Beziehung aufbauen, die meinem Leben neuen Sinn gab, die mir zeigte, dass dieses Leben auch Seiten hat, die es wert sind, gelebt zu werden.

Richie bei seiner ersten Mahlzeit bei mir

Als Richie – so heißt der Kleine – schließlich mit 9 Wochen zu mir kam, veränderte sich mein Leben von Grund auf. Seine Lebensfreude, sein ganzes Wesen machen mir jeden Tag von Neuem bewusst, dass ich nicht alleine unterwegs bin, dass da jemand ist, der sich freut, dass es mich gibt. Ein wunderschönes Gefühl!!

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