Am 22. September 2006 – also vor genau 20 Jahren – wurde ich im Linzer Mariendom vom damaligen Diözesanbischof Ludwig Schwarz zum Priester geweiht. Heute beginne ich wieder langsam mit meinen Tätigkeiten in der Pfarrgemeinde Wartberg/Aist und versuche meinen Platz hier in der Pfarrgemeinde, aber auch in der Pfarre Mühlviertel-Mitte, neu zu finden. Doch ist heute ein Tag, um auf 20 weitgehend sehr schöne und erfüllte Jahre meiner Aufgaben in verschiedenen Pfarren zurückzublicken.
Kaplan in der Stadtpfarre Traun (2006-2010)
Nach meiner Weihe begann ich am 1. Oktober 2006 als Kaplan in der Stadtpfarre Traun. Gerade am Beginn hatte ich viel zu lernen und alles war neu. Der damalige Trauner Pfarrer Franz Wild war mir dabei ein sehr guter Lehrmeister und ich konnte gemeinsam im Team mit mehreren Seelsorgerinnen und Seelsorgern gut in die Aufgabe als Kaplan und Seelsorger hineinwachsen. Diese Zeit war in erster Linie davon geprägt, dass ich Verschiedenes ausprobierte und experimentieren konnte.
Außerdem habe ich ab 2007 am BRG Traun einige Stunden Religion unterrichtet. Eine Klasse durfte ich während der Zeit der Oberstufe begleiten und schließlich auch zur Matura führen.
Pfarradministrator am Bindermichl in Linz (2010-2014)

Im Herbst 2010 wurde es dann schließlich Zeit, Verantwortung für eine Pfarre zu übernehmen. Daher wechselte ich von Traun nach Bindermichl (St. Michael) in Linz. Dabei merkte ich dann sehr schnell, dass die Leitung einer Pfarre zwar eine tolle Herausforderung darstellt, aber auch so seine Tücken hat. Vieles musste ich neu lernen. Ich merkte schnell, dass ich neben meiner theologischen Ausbildung auch noch etwas von Betriebsführung und Finanzen genau so verstehen musste, wie die wichtigsten architektonischen Regeln kennen, damit ich bei Bauvorhaben und Ideen mitreden konnte. Dass ich selbstverständlich Sitzungen effizient zu leiten hatte, versteht sich eigentlich von selbst.
Für die pastorale Arbeit mit den Menschen blieb daher manchmal wenig Zeit. Sie beschränkte sich daher oft auf die Vorbereitung und Durchführung der sakramentalen Feiern (Taufen, Hochzeiten, Segensfeiern, Begräbnissen, …). Auch wenn ich mich der Herausforderungen stellte, merkte ich doch, dass mich vor allem die Arbeit in der Verwaltung nicht wirklich erfüllte. Daher entschied ich mich nach nur vier Jahren bereits zu wechseln.
Pfarrer in Gutau (2014-2023) und Pfarrmoderator/-provisor in Kefermarkt (2015-2023)
Der Wechsel nach Gutau ermöglichte mir einen Neuanfang. Meine Erfahrung aus Linz half mir, den Einstieg gut zu meistern und ich bemühte mich, die Fehler aus meiner ersten Pfarre nicht zu wiederholen. Was ich auch über die Verwaltung gelernt habe, leistete mir nun gute Dienste.
Jetzt habe ich aber sehr genau darauf geachtet, dass ich neben meinen Verwaltungsaufgaben auch Zeit fand für die Seelsorge, die mir ganz besonders am Herzen liegt. Kirche ist für die Menschen da und nicht umgekehrt. Die Zeit bei den Menschen wurde mir ganz besonders wichtig. Ich glaube, wir konnten gemeinsam einige Projekte umsetzen, die das Zusammenleben in Gutau verbessert haben.
Bereits ab 2014 konnte ich mich auch als Regionsjugendseelsorger für das Untere Mühlviertel einbringen. Eine Aufgabe, die mir eigentlich immer ganz besonderen Spaß bereitete.
Privat habe ich in Gutau Heimat und Freunde gefunden. Daher habe ich bis heute Freunde und Bekannte aus Gutau, mit denen ich nach wie vor in gutem Kontakt bin. Im Herbst 2018 begann für mich noch ein ganz besonderes Abenteuer: Mein Hund Richie kam zu mir. Während einer persönlichen Krise habe ich vor allem während der Pandemie in ihm einen Gefährten gefunden, der mir neuen Mut macht und mich begleitet.
Pfarrer in Mühlviertel-Mitte (2023-2026)
Im Frühjahr 2023 habe ich nach einer neuen Herausforderung gesucht und sie in der Funktion als Pfarrer der neu gegründeten Pfarre Mühlviertel-Mitte (ehemals Dekanat Gallneukirchen) auch gefunden. Gemeinsam mit meinen beiden Vorstandskollegen Bruno Fröhlich (Pastoralvorstand) und Thomas Forster (Verwaltungsvorstand) habe ich mich im Aufbau der neuen Pfarrstruktur engagiert.

Im Juni 2025 wurde mir dann leider alles zu viel und ich musste mich wegen eines Burn Out in den Krankenstand verabschieden. Es sollte über ein Jahr dauern, bis ich schließlich am 1. September 2026 wieder einsteigen konnte. Ich habe dem Wunsch der Diözese nachgegeben und auf meinen Pfarrerposten verzichtet, damit neu ausgeschrieben werden kann. Derzeit läuft diese Ausschreibung und ich hoffe, dass sich für meine Nachfolge eine gute Lösung für alle Beteiligten ergibt.
Ich kümmere mich seither mit einer halben Anstellung um die Öffentlichkeitsarbeit in der Pfarre Mühlviertel-Mitte und stehe für priesterliche Dienste in der Pfarrgemeinde Wartberg/Aist zur Verfügung. Vielleicht ist es ja eine Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet am 20. Jahrestag meiner Priesterweihe meine Zukunft nur sehr vernebelt sehe und ich nicht wirklich weiß, was die Zukunft bringen wird. Derzeit sehe ich in der halben Anstellung die Möglichkeit, dass ich mit der zweiten Hälfte mich umsehen kann, was mir ansonsten Spaß und Freude bereitet. Vielleicht lichtet sich der Nebel ja im Laufe des kommenden Arbeitsjahres. Ich freue mich auf jeden Fall auf viele neue Abenteuer und Herausforderungen.

Lieber Andy, wir sind Freunde seit fast 30 Jahren. Danke für deinen lebendigen, ehrlichen – für mich sehr beeindruckenden – Rückblick! Ich wünsche dir von Herzen, dass sich der Nebel lichtet, freie Sicht und weiten Blick!
Birgitta
Danke!! Tja, man merkt, wie schnell die Zeit vergeht. Freue mich schon, wenn wir uns wieder sehen!
Andreas
Lieber Andreas!
Ich wünsche dir alles Gute zu deinem Jubiläum und für deine Zukunft.
Ich denke oftmals an dich.
Für mich bist und bleibst du der Beste Prediger. Mir wurde in jeder Predigt ,das Evangelium, in die heutige Zeit umgesetzt und bestens erklärt.
Alles Liebe für dich und deine Zukunft!
Danke für deine lieben Worte.
Andy
….gratuliere zum 20. Priesterjubiläum und wünsch dir Kraft, Freude, Dankbarkeit, Zufriedenheit und vor allem Gesundheit für alles was du vorhast!
Wie die Zeit vergeht….
Alles Gute Sabine
Dankeschön!! Ihr werdet es hier lesen.
Andy
Lieber Andy, ich wünsche dir von Herzen, dass sich der Nebel bald lichtet und sich neue Wege auftun, die dir wieder Freude machen. Für deinen weiteren Weg alles Gute, viel Kraft und viele schöne neue Erfahrungen! 🍀
Danke!! Ich bin durchaus zuversichtlich, dass sich bei jeder Tür, die sich schließt, eine neue öffnet. Ich brauche nur etwas Geduld. Die fehlt mir nur leider.
Lb Andy, ich gratuliere dir sehr herzlich zu deinem Priesterjubiläum.
Kann mich noch genau erinnern, wie du als junger Kollege zu uns ans BRG Traun kamst. Es war eine tolle Zeit.
Ich wünsche dir für deine Zukunft alles Gute 🍀
Glg Daniela
Liebe Daniela!
Danke für deine lieben Zeilen!! Ich erinnere mich auch noch gerne an meine Zeit in Traun und im BRG zurück. Es war wirklich eine tolle Zeit. Ich habe die Zeit mit Euch allen sehr genossen.
Auch dir alles Gute für die Zukunft!!
Andreas