Willkommensfeier
Ein Kind ist geboren. Es ist der ganze Stolz seiner Eltern. Diese Freude will gefeiert werden, mit der Familie und mit Freunden. Auf dem Standesamt wurde ein Name für das Kind ausgewählt. Auf der Geburtsurkunde findet sich das erste Mal der neue Name in Schriftform.
Doch ist die Eintragung des Namens auf dem Standesamt ein rein formaler und bürokratischer Schritt. Nun stellt sich die Frage: Wie wollen wir dieses Ereignis auch gebührend feiern? Eine Willkommensfeier muss her.
Was ist eine Willkommensfeier?
Wie der Name schon sagt, geht es darum, eine neue Erdenbürgerin oder einen neuen Erdenbürger auf der Welt und in der Familie willkommen zu heißen. Es geht um die Freude, vielleicht auch um die Dankbarkeit der Eltern über ihr Kind, die hier in einer feierlichen Form zum Ausdruck gebracht wird.
Sie kann eigentlich ab der Geburt des Kindes stattfinden. Meist wird es allerdings praktisch sein, einige Wochen oder Monate zu warten, damit sich der neue Alltag mit Kind in der Familie auch entsprechend einspielen kann und genügend Zeit für die Vorbereitung bleibt. Bis ca. zum zweiten Geburtstag ist hier sicherlich alles möglich. Später macht eine solche Feier auch noch Sinn, ich würde sie nur dann nicht mehr „Willkommensfeier“ nennen, sondern dafür einen anderen Namen finden, zum Beispiel „Dankfeier“ für das Kind.
Ist eine Willkommensfeier eine religiöse Feier?
Grundsätzlich nein. Es geht allerdings nicht darum, jede Form der Spiritualität zu verbannen, sondern um die Vorstellungen der Eltern, die wir gemeinsam umsetzen. Es kann also durchaus religiöse oder spirituelle Elemente geben, wenn dies von den Eltern gewünscht wird. In welcher religiösen Tradition diese Elemente ihren Ursprung haben, bleibt die Entscheidung der Eltern. Diese Elemente sind allerdings nicht notwendig für das Gelingen einer Willkommensfeier. Ich sehe mich in dieser Feier als „Dienstleister“, dem es ein Anliegen ist, die Wünsche der Eltern und der Familie umzusetzen.
Genau hier liegt auch der Unterschied zur Kindertaufe, die ihren Ursprung in der christlichen Religion hat. Daher braucht eine Kindertaufe immer gewisse Rituale, die aber oftmals in der heutigen Zeit schwer oder gar nicht verstanden werden. Ein Ritual oder ein Symbol, das man erst lange erklären muss, damit es verstanden wird, hat eigentlich seinen Zweck verfehlt.
Außerdem beinhaltet eine Kindertaufe immer die administrative Aufnahme in eine Kirchengemeinschaft (z.B. in die katholische oder evangelische Kirche). In einer zunehmend säkularisierten Welt wollen das vielleicht manche Eltern nicht. Sie wollen ihrem Kind die freie Entscheidung ermöglichen und es nicht in eine konkrete Glaubensgemeinschaft hineinpressen. Diese Freiheit schließt allerdings nicht aus, dass in der Feier spirituelle Elemente oder religiöse Texte vorkommen können.
Wo findet eine Willkommensfeier statt?
Diese Feier kann nun entweder zu Hause oder auch in einer geeigneten Location stattfinden. Die Wahl des Ortes hängt in erster Linie von den Eltern ab und von der Frage, wie viele Menschen an der Feier teilnehmen sollen. Gerade in eher kleinerem Kreis bietet sich natürlich die Wohnung an, weil sich das Kind dort wohl und zu Hause fühlt. Es muss sich nicht an eine unbekannte Umgebung gewöhnen. Es kann aber zu Hause schwierig werden, dass die Feier sich vom normalen Alltag abhebt. Nur so wird sie für alle Beteiligten zu etwas Besonderem.
Bei entsprechend größerer Teilnehmerzahl kann es aber auch sinnvoll sein, eine eigene Location zu mieten, um dort gut gemeinsam feiern zu können. Dabei ist es aber wichtig, darauf zu achten, dass die Raumgröße der Feier zur Anzahl der Teilnehmenden passt. Ansonsten gibt es die Gefahr, dass sich die Feiergemeinschaft schnell in der Größe des Raumes verliert.
Welche Symbole sind möglich?
Grundsätzlich alle. Zu einer Willkommensfeier eignen sich sowohl abstrakte Symbole wie zum Beispiel Wasser, ein Puzzleteil oder das Pflanzen eines Baumes. Auf der anderen Seite eignen sich genau so gut auch konkrete Alltagssymbole wie zum Beispiel ein Schnuller oder das Lieblingsspielzeug des Kindes.
Wie läuft die Vorbereitung auf die Feier?
Hast Du Lust auf eine Willkommensfeier bekommen?
Der erste Schritt ist auf jeden Fall die Kontaktaufnahme mit dem Formular oder auch gerne per email an andygolatz@gmail.com. Ich melde mich dann in den nächsten Tagen, damit wir ein unverbindliches und kostenloses Erstgespräch vereinbaren. In diesem Gespräch geht es um ein gegenseitiges Kennenlernen und um erste Überlegungen, wie die Feier ablaufen könnte. Wir klären auch die Frage, ob ich die richtige Person für die Feier bin. Am Ende dieses Gesprächs werden wir dann eine Auftragsbestätigung unterzeichnen.
In einem zweiten Vorbereitungsgespräch beschäftigen wir uns mit dem konkreten Ablauf der Feier. Die Eltern bringen ihre Bausteine ein, die sie in der Feier wollen. Gemeinsam bauen wir daraus eine Feier, die auf der Geschichte und Erfahrungen der Menschen gründet, die dabei sind. Es ist also keine abstrakte oder anonyme Feier, sondern ein persönliches Ritual, das wir gemeinsam gestalten. Sollte es zur Vorbereitung noch ein zweites Gespräch brauchen, ist dies natürlich auch jederzeit möglich.
Bei der Feier selbst treffen wir uns ca. 30 Minuten vor dem geplanten Beginn, damit noch letzte Vorbereitungen oder der Aufbau stattfinden kann. Meine Aufgabe ist es dann durch die Feier zu führen, damit sich die Mitfeiernden, aber auch die Eltern auf das Fest einlassen können. Im Mittelpunkt der Feier steht selbstverständlich das neugeborene Kind. So können alle Beteiligten die Feier genießen und das Kind entsprechend willkommen heißen.